Der 1. Januar ist in Deutschland oft ein schwerer Tag.
Zu viel Essen, zu viel Alkohol, zu wenig Schlaf – und die Welt fühlt sich an wie ein trüber Filter.
Doch diesmal war es anders.
Zum ersten Mal seit Jahren bin ich ohne dieses typische Neujahrs-„Dröhnen“ aufgewacht. Kein Kater, kein Chaos im Kopf. Nur Ruhe. Und ein seltsam klarer Start in ein Jahr, das sich direkt gut anfühlte.
Ich habe die letzten Jahreswechsel an vielen Orten verbracht:
Am Strand in Thailand, wo ein Tannenbaum aus Palmwedeln stand.
Auf der Skipiste in Österreich, halb im Schnee vergraben.
In Italien, Frankreich oder irgendwo weit weg, wo der Jahreswechsel immer ein kleines Abenteuer war.
Diesmal blieb ich hier.
Kleiner Kreis, wenig Alkohol, viel Nebel.
Kein Spektakel.
Aber vielleicht genau deshalb: ein guter Anfang.
Am Neujahrsmorgen bin ich direkt aufs Bike.
Der Wald war leer, still, eingehüllt in dichtem Nebel.
Die Luft roch nach feuchter Erde, nach Matsch – und nach den letzten Silvesterknallern.
Dieser typisch deutsche Duft aus Rauch, Pulver und Winterkälte, der dir sagt:
„Alles wurde einmal durchgeschüttelt. Jetzt bist du dran.“
Der Trail war kein Postkartenmotiv.
Rutschig, unruhig, nass.
Aber jeder Meter fühlte sich echt an.
Kein Muss, kein Druck, keine überzogene Motivation.
Nur der einfache Gedanke: Es tut gut, wieder draußen zu sein.
Und während ich mich durch den Matsch schob, wurde mir klar, wie viel besser sich 2026 schon am ersten Tag anfühlt.
Nicht spektakulär – aber sauber.
Nicht euphorisch – aber richtig.
Ich trainiere seit Wochen wieder hart.
Und es wirkt.
Ich fühle mich leichter, beweglicher, stabiler.
Mit jedem Kilo, das geht, kommt ein Stück Lebensgefühl zurück.
Gleichzeitig merke ich die Jahre.
Was früher nebenbei ging, braucht heute Konzentration und Respekt.
Und genau das nehme ich mit ins neue Jahr.
2026 wird für mich ein Jahr des Feilens.
Nicht des Übertreibens.
Kompetenter fahren. Sauberer fahren.
Technik auffrischen. Kraft aufbauen. Beweglichkeit zurückholen.
Und Europa unsicher machen: Trails, Bikeparks, kleine Abenteuer, spontane Ideen.
Einfach das machen, was #MTBlife ausmacht.
Der Ride am 1. Januar war kein Höhepunkt.
Aber er war ein Anfang –
und manchmal sind genau diese unspektakulären Starts die wertvollsten.
Ich wünsche dir kein perfektes Jahr.
Perfekt ist glatt.
Perfekt ist langweilig.
Ich wünsche dir ein Jahr, das lebt.
Ein Jahr, das dich fordert, aber nicht bricht.
Ein Jahr, in dem du öfter lächelst, als du denkst.
Und eines, in dem du rausgehst – auch dann, wenn das Wetter absolut dagegen ist.
Ich wünsche dir Gesundheit, Mut und genug Leichtigkeit, um Fehler als Teil der Reise zu sehen.
Und wenn du irgendwann 2026 im Wald stehst und die Luft einatmest und spürst:
„Ja… das fühlt sich gut an“
– dann weißt du, dass du auf deinem Weg bist.
Danke, dass du Teil von #MTBlife bist.
Danke, dass wir dieses Jahr gemeinsam starten.
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