Der Februar hat so einen eigenen Sound. Nicht schön. Eher so ein nasser, klammer, matschiger Beat, bei dem du dich manchmal fragst, ob du wirklich raus willst – oder ob du einfach nur irgendwo warm sitzen und so tun möchtest, als wäre der Frühling schon da.

Ich merke jedes Jahr wieder, wie der Winter an mir zieht. Nicht nur körperlich, sondern auch im Kopf. Dieses ganze „Anzieh“-Prozedere: mehrere Schichten, weniger Beweglichkeit, kalte Finger. Und danach das Bike… Salz, Matsch, Dreck – als hätte ich mein Mountainbike absichtlich in eine Moorlandschaft geworfen. Kein Wunder, dass viele in dieser Zeit weniger fahren. Ich bin im Winter oft alleine unterwegs, weil kaum jemand Lust hat, sich das anzutun.

Und genau deswegen ist mein Winter nicht nur „raus auf den Trail“, sondern auch: Rolle, Hometrainer, manchmal sogar Spinning. Nicht als Ersatz fürs Biken – eher als kleine Lebensversicherung für die Form. Damit ich nicht jedes Jahr wieder bei Null starte, sobald es draußen endlich wieder Spaß macht.


Warum Musik im Winter bei mir den Unterschied macht

Wenn ich ehrlich bin: Der Unterschied zwischen „ich zieh’s durch“ und „ich brech nach 15 Minuten ab“ ist bei mir oft keine Disziplin-Frage – sondern eine Fokus-Frage. Und da kommt Musik ins Spiel.

Bei anderer Musik erwische ich mich ständig dabei, wie ich gedanklich rausfliege. Ein Song lenkt mich ab, der nächste zieht mich runter, der nächste macht mich aggressiv, obwohl ich eigentlich nur gleichmäßig treten will. Elektronische Musik ist bei mir der sweet spot: gleichmäßiger Drive, wenig Gelaber, keine Emotionen, die mich aus der Spur reißen. Nur Puls. Nur Rhythmus. Nur „weiter“.


Der Shokz OPENRUN PRO 2: Warum ich bei dem Kopfhörer gelandet bin

Und jetzt kommt der Teil, der für mich überraschend wichtig wurde: der Kopfhörer.

Nach langer Suche begleitet mich dieses Jahr der Shokz OPENRUN PRO 2. Ich sag’s direkt dazu, weil mir Transparenz wichtig ist: Ich werde nicht dafür bezahlt. Das ist kein bezahltes Ding, kein Script, kein „kauft jetzt“. Ich hab einfach keinen Bock mehr auf Kopfhörer-Stress.

Was mir dabei wichtig war: ein Kopfhörer, der draußen auf dem Bike funktioniert – und der zuhause auf der Rolle nicht nervt. Einer, der nicht dauernd verrutscht, nicht irgendwo verschwindet, nicht bei jeder Bewegung aussteigt. Und vor allem: einer, der mich nicht in diese typische Sport-Kopfhörer-Spirale bringt: anziehen, ausziehen, suchen, fluchen, wiederfinden.

Größen-Tipp (wirklich wichtig)

Falls du dir den auch anschauen willst: Achte auf die Größe. Es gibt zwei Größen. Ich lag genau dazwischen und habe den kleineren genommen – zum Glück. Der passt bei mir optimal. Unter einem Integralhelm kann ein Bügel hinten nämlich richtig stören. Bei mir ist das Gegenteil der Fall: Beim Helm an- und ausziehen ist das sogar angenehm stabil.

Und dieses „Oops, Kopfhörer im Gras verloren“-Thema? Passiert bei mir damit einfach nicht.

Den ausführlichen Test mache ich bewusst später – im Sommer, wenn ich wirklich genug Dreck, Schweiß und Trail-Kilometer drauf habe.


Die Cardio-LP: 1 Stunde Fokus, Puls und Winter-Drive

Weil Musik bei mir gerade im Winter so ein Gamechanger ist, kommt diesen Monat auch etwas raus, das genau dafür gebaut ist: meine Cardio-LP – auf Spotify, Apple Music, iTunes und YouTube Music.

Die Idee ist simpel: 1 Stunde elektronische Musik, Fokus auf den Puls. Der Beat liegt ungefähr zwischen 120 und 138 BPM. Und wenn du den Takt halbierst, hast du sogar Momente, in denen du runterfahren kannst, ohne dass die Stimmung komplett abfällt. Genau das liebe ich beim Training: nicht ständig „hoch, runter, hoch, runter“, sondern ein Flow, der dich trägt.

Als kleine Kostprobe picke ich dir einen Song raus: „Push or Fade“ – vom Album „Pulse“.


Fazit: Winter ist nicht für Bestleistungen – Winter ist fürs Dranbleiben

Wenn du gerade auch demotiviert bist: Ich fühl das. Februar ist nicht romantisch. Februar ist Arbeit.

Aber du musst im Winter nicht glänzen. Du musst nicht „abliefern“. Du musst nur dranbleiben – damit der Frühling dich nicht kalt erwischt.

Die Links zur Cardio-LP findest du in der Beschreibung zur Episode. Und die ausführliche Shock Run Pro Folge kommt, sobald ich wirklich genug echte Praxis damit gesammelt habe.

Real Ride. Real Talk. Real Life.
von den Radical Life Studios


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