Sport und Ernährung – ein Dauerbrenner, besonders im Mountainbike-Sport. Während Profis um jedes überflüssige Gramm kämpfen, um noch schneller und effizienter zu fahren, schlagen sich viele Hobbybiker mit einem ganz anderen Gegner herum: den eigenen Kilos. Ich selbst habe eine Vergangenheit mit zu hohem Gewicht, liebe gutes Essen und gönne mir nach einer fordernden Tour auch mal ein Glas Wein oder Bier. Trotzdem will ich weiter abnehmen und Muskeln aufbauen. Doch wie bringt man Performance und Genuss unter einen Helm?
Wer mich kennt, weiß, dass ich ein Genussmensch bin. Essen ist für mich mehr als nur Nahrungsaufnahme – es ist ein Erlebnis. Doch wenn man gleichzeitig fit bleiben will, ist es eine ständige Gratwanderung zwischen Genuss und Vernunft.
Essen im Alltag – bewusst genießen
Im Alltag versuche ich, meine Ernährung möglichst ausgewogen zu halten. Das bedeutet für mich: viel frisches Gemüse, hochwertige Proteine und gesunde Fette. Ich verzichte nicht auf Kohlenhydrate, aber ich achte darauf, dass sie aus guten Quellen stammen – Vollkornprodukte, Hülsenfrüchte oder Süßkartoffeln sind meine Favoriten. Doch ganz ehrlich? Ein Leben ohne Pizza wäre für mich nicht lebenswert.
Deshalb gönne ich mir bewusst ab und zu meine Lieblingsgerichte. Dabei setze ich auf Qualität statt Quantität. Eine richtig gute Pizza aus Italien mit frischen Zutaten ist mir tausendmal lieber als eine fetttriefende Tiefkühlvariante. Der Trick ist, mit Genuss zu essen, aber eben nicht täglich in die Völlerei abzudriften.
Ander sieht es bei Profisportler aus. Ein Kilo mehr oder weniger können über Sieg oder Niederlage entscheiden. Besonders in Disziplinen wie Cross-Country oder Marathon-Rennen sorgt ein geringeres Körpergewicht für weniger Energieaufwand an steilen Anstiegen und eine bessere Beschleunigung. Viele Profis halten ein striktes „Wettkampfgewicht“, das sie in der Saison aufrechterhalten, während sie in der Off-Season bewusst etwas zulegen, um die Regeneration zu fördern. Die Rechnung ist simpel: Gleichbleibende Leistung bei weniger Gewicht bedeutet mehr Speed. Aber Vorsicht – ein zu starkes Kaloriendefizit kann die Leistung und langfristig auch die Gesundheit ruinieren.
Genussbiker und der Balanceakt zwischen Leistung und Lebensfreude
Hier beginnt mein persönliches Dilemma. Ich liebe lange Touren, gutes Essen und das gesellige Beisammensein nach einem epischen Ride. Gleichzeitig will ich mich weiterentwickeln, fitter werden und nicht stagnieren. Eine radikale Crash-Diät kommt nur bei einem extem zu hohen Fettanteil im Körper in Frage. Ansonsten setze ich auf eine nachhaltige Strategie:
- Kluge Kohlenhydrate: Ohne Vollkornprodukte, Gemüse und Hülsenfrüchte geht es leider nicht. Leere Kalorien meide ich. Eine Ausnahme? Richtig gute Schokolade. 😏
- Eiweiß für die Muskeln: Zum Frühstück gibt es fast immer Eier in den verschiedensten Varianten. Und klar: Ohne Protein läuft nichts. Nach dem Training gibt’s Magerquark, Fisch oder pflanzliche Alternativen, um den Muskelaufbau zu fördern.
- Realistische Ziele: Meine #FettWegChalange im Dezember soll kein Vorbild für den normalen Fettabbau sein. Ich will keine 10 kg in zwei Monaten abnehmen, auch wenn es geht. Im Dezember wollte ich 7 Kilo abnehmen. Am ende waren es 5 und das in der Weihnachtszeit. Das war eine Ausnahme weil micht das gewicht echt genervt hatte. – Jetzt will ich lieber stetige Fortschritte, ohne an Power zu verlieren.
Sobald ich im Ausland unterwegs bin, wird es noch spannender. Ich liebe die internationale Küche und probiere gerne alles aus – aber hier lauern auch Fallen. Gerade in Ländern mit einer besonders deftigen Küche kann es schnell passieren, dass man sich unbemerkt Tausende Kalorien reinhaut.
Ein paar Beispiele:
- Italien: Die italienische Küche ist für mich unschlagbar – Pizza, Pasta, Bruschetta. Doch hier sollte man auf die Portionsgröße achten. Eine neapolitanische Pizza ist oft leichter als ein fettiger American-Style-Burger. Bei Pasta kann man mit einer Tomatensauce oder Meeresfrüchten Kalorien sparen, während Sahnesaucen echte Kalorienbomben sind.
- Spanien: Tapas sind großartig, weil sie Abwechslung bieten. Doch manche Klassiker wie frittierte Calamari oder Patatas Bravas mit fettiger Soße haben es in sich. Ich setze lieber auf Serrano-Schinken, Oliven oder gegrillte Meeresfrüchte.
- USA: Hier sind die Portionen oft riesig. Burger, Pommes und Riesensteaks schmecken zwar genial, aber man sollte sich bewusst sein, dass eine Mahlzeit oft für zwei reichen würde.
- Asien: In Thailand, Vietnam oder Japan gibt es viele gesunde Gerichte – Sushi, Pho oder Sommerrollen sind super. Aber Achtung bei frittierten Speisen oder zuckerhaltigen Saucen.
Meine Herausforderung habe ich im Blick: Balance statt Verzicht
Ich halte mich an eine simple Regel: Ich genieße alles, achte aber darauf, ob es zu meiner Aktivität passt. Im Urlaub heißt das für mich: Ich esse worauf ich Lust habe, aber ich kompensiere das mit Bewegung. Die ausgedehnte Mountainbike-Tour oder eine Wanderung unterscheiden sich extrem. Eine exzessive Biketour bedeutet oft 5000 Kalorien Fett und anderes… das kann man gar nicht wieder reinholen. Aber eine Chilltour am Ufer oder eine Wanderung, da verbrauchst Du gleich viel weniger…da heißt es: die Balance erhalten.
Genuss und Fortschritt – geht das?
Definitiv! Es geht nicht darum, sich alles zu verbieten, sondern bewusste Entscheidungen zu treffen:
- Essen an Trainingstagen optimieren: Mehr Kohlenhydrate nach harten Sessions, weniger an Ruhetagen.
- Nach großen Touren genießen: Ohne schlechtes Gewissen, aber ohne ins „Fresskoma“ zu fallen.
- Alkohol mit Bedacht: Ein gutes Glas Wein oder Bier? Klar! Aber nicht nach jeder Tour – manchmal bleibt’s auch einfach bei Wasser und Elektrolyten.
Die Herausforderung: Der goldene Mittelweg
Ich werde kein Profi mehr – und das ist okay. Aber ich kann fitter werden, meine Leistung verbessern und dabei trotzdem das Leben genießen. Weniger Kilos bedeuten mehr Leichtigkeit auf dem Bike, doch der Weg dahin muss nicht voller Verbote sein. Und wenn nach einem grandiosen Tag auf dem Trail ein deftiges Essen wartet? Dann ist das genau die Motivation, die mich dranbleiben lässt! 🚴♂️🔥
Und am Ende geht es darum, das Essen zu feiern und nicht zur Sucht oder Last werden zu lassen. Denn wenn man sich alles verbietet, hält man es nicht lange durch. Die Mischung aus Genuss und Achtsamkeit ist für mich der Schlüssel – egal, ob im Alltag oder im Urlaub.
Bon Appétit! 😋






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